Umfrage zum Gebrauch von Komplementär- und Alternativemedizin
In Zusammenarbeit mit dem Kinder Spital Zürich (Dr. Tycho Zuzak)
Das Ziel der Studie war, einen Überblick über den Einsatz von Komplementär- und Alternativmedizin (KAM) bei Kindern und Jugendlichen auf einer Notfallstation in der Deutschschweiz zu erhalten. Zum einen wollte man wissen, bei wie vielen Kindern überhaupt KAM zum Einsatz kam, zum anderen welche Erfahrungen sie damit machten.
Die ersten Daten zeigten, dass der Einsatz von KAM bei Kindern - in allen Altersgruppen – hoch ist. Dieser ist charakterisiert durch eine hohe Selbstmedikation sowie ein Ausgrenzen des Arztes vom Entscheidungsprozess. Die Eltern wünschen sich einen Einbezug von KAM auf der pädiatrischen Notfallstation und eine offene Diskussion über KAM mit dem ärztlichen Personal. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass diese Eltern oft auch aus eigener Überzeugung heraus kritisch gegenüber Impfungen eingestellt waren.
2009 konnte man durch weitere Auswertungen zeigen, dass bei Patientinnen und Patienten nach KAM-Therapien deutlich weniger Nebenwirkungen zu verzeichnen waren als nach dem Einsatz von Therapien der konventionellen Medizin. Obwohl die Wirksamkeit (im Alltag) von KAM-Therapien insgesamt etwas niedriger eingeschätzt wurde als diejenige der konventionellen Medizin, gaben 49% der an der Umfrage Teilnehmenden an, dass ihre Kinder in einigen Fällen auf KAM-Therapien besser angesprochen haben als auf konventionelle Therapien. Die Veröffentlichung dieser Ergebnisse ist in Vorbereitung.