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Platanenborke als neues Pharmazeutikum

In Zusammenarbeit mit: Zürcher Hochschule fur Angewandte Wissenschaften (Institut für Biotechnologie, Fachgruppe Pharmazeutische Technologie), Wädenswil und Wala Heilmittel GmbH, Bad Boll/Eckwalden, Deutschland

Seit einigen Jahren werden betulinreiche Birkenrindenextrakte in emulgatorfreien Zubereitungen dermopharmazeutisch genutzt. Da Platanenborke hohe Konzentrationen der nahe verwandten Betulinsäure enthält, lag es nahe, die Eigenschaften von Cortex-Zubereitungen dieses Baumes zu untersuchen.

In diesem Projekt wurden im Labor Untersuchungen mit Platanenextrakten durchgeführt und die Wirkung der Extrakte auf zwei Hautzelllinien-Modelle mit derjenigen von reinem Betulin und reiner Betulinsäure verglichen. Die Daten zeigten, dass Extrakte der Platanenborke sowohl auf stark proliferierenden, nicht malignen Keratinozyten als auch auf malignen Epidermoidkarzinomzellen zytotoxisch wirken. Darüber hinaus führte die Exposition mit zwei in der Zusammensetzung differierenden Extrakten zu einer Proliferationshemmung bei beiden Zelllinien.
Sowohl die zytotoxischen wie auch die proliferationshemmenden Wirkungen von Platanenextrakt B fielen im Vergleich zu Extrakt A starker aus. Die Überlegenheit des Platanenextraktes B zeigte sich zusätzlich dadurch, dass nur dieser Extrakt apoptotische Prozesse induzierte. Damit weisen die Daten darauf hin, dass ähnlich wie Birkenextrakte auch Platanenextrakte ein vielversprechendes Potenzial bei der Behandlung von Hautkrankheiten haben. Dabei kann das Extraktionsverfahren die biologischen Wirkungen der Extrakte beeinflussen.

Diese Arbeit wurde 2011 veröffentlicht.
 



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