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Einfluss biologischer Ernährung auf die Qualität von humaner Muttermilch und die Gesundheit von Kind und Mutter

In Zusammenarbeit mit: Universität Maastricht (NL) und Universität Hamburg (D)

In der Hoffnung, die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Bio-Produkten naturwissenschaftlich nachweisen zu können, beteiligte sich die Forschungsabteilung an einer international ausgerichteten Kohorten-Studie Namens KOALA. Die ersten Daten zeigten, dass die Muttermilch von Frauen, die sich biologisch ernährten (bezüglich Milchprodukte und Fleisch), mehr konjugierte Fettsäuren und mehr von deren Vorstufe enthielt, welche anti-diabetische, anti-arteriosklerotische, anti-karzinogene und immunmodulierende Eigenschaften aufweisen.

2010 konnten zwei neue Auswertungen aus dieser Studie, die zusätzliche Aspekte hervorheben, in peer-reviewed Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Einerseits stellte sich jetzt heraus, dass die Milch der sich biologisch ernährenden Frauen einen geringeren Gehalt an Transfettsäuren, die für teilgehärtete pflanzliche Öle typisch sind, aufwies als die Milch von sich konventionell ernährenden Müttern. Diese teilgehärteten pflanzlichen Öle stehen im Verdacht, das Risiko für Herz-/Kreislauferkrankungen zu erhöhen. Auf der anderen Seite wurde auch gezeigt, dass ein höherer Gehalt an konjugierten Fettsäuren (oder deren Vorstufe) in der Muttermilch Kinder vor Allergien und Ekzemen schützen kann. Dieser erhöhte Gehalt ist auf den Verzehr von Wiederkäuerfett zurückzuführen. Das bedeutet, dass stillende Frauen, indem sie mehr Wiederkäuerprodukte zu sich nehmen, zur Prävention von Allergien und Ekzemen bei ihren Kindern beitragen können. Anhand der oben beschriebenen ersten Untersuchungsergebnisse ist weiter anzunehmen, dass der präventive Effekt durch die Ernährung mit biologischen Wiederkäuerprodukten ausgeprägter ist.

Auch 2010 wurden zwei Manuskripte (deutsch und englisch) über die Analysen der konjugierten Fettsäuren in der Muttermilch der Frauen, die sich mit biologisch-dynamischen Milchprodukten ernährten, bei Fachzeitschriften eingereicht. Der Anteil an konjugierten Fettsäuren in der Muttermilch der Frauen, die biologisch-dynamische Milchprodukte zu sich nahmen, war statistisch signifikant höher als derjenige der sich konventionell ernährenden Mütter. Dabei zeigte die Muttermilch der Frauen, die biologische, aber nicht biologisch-dynamische, Milchprodukte zu sich nahmen einen dazwischen liegenden Wert. Der Gehalt an Elaidinsäure, die in teilgehärteten pflanzlichen Ölen in hohen Mengen vorkommt, verhielt sich umgekehrt.
 



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