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Was ist Komplementärmedizin?

Komplementärmedizin ist der Sammelbegriff für eine Vielfalt von Behandlungsmethoden, Diagnoseverfahren und Heilmitteln. Zum Teil haben sie eine lange, auch kulturell bedingte Tradition, zum Teil wurden sie erst in jüngerer Zeit entwickelt. Sie lassen sich in verschiedene Hauptbereiche unterteilen und werden sowohl von Ärztinnen und Ärzten als auch von Therapeutinnen und Therapeuten wie von Pflegefachpersonal eingesetzt. Darüber hinaus spielt bei einigen Methoden die Selbstanwendung eine wichtige Rolle.

Komplementärmedizin und Schulmedizin ergänzen sich
Wie die Bezeichnung Komplementärmedizin zum Ausdruck bringt, ergänzen sich Komplementär- und Schulmedizin gegenseitig. Im Sinn des ursprünglichen Begriffs „Alternativmedizin“ können dabei komplementärmedizinische Methoden und Verfahren auch eine Alternative zu schulmedizinischen Diagnosen und Behandlungen sein. Entsprechend wird im englischen Sprachraum der Begriff „Complementary and Alternative Medicine“ (CAM) verwendet.

Was komplementärmedizinische von schulmedizinischen Methoden vor allem unterscheidet, ist das Weltbild, das ihnen zugrunde liegt. Im Gegensatz zur naturwissenschaftlich geprägten Schulmedizin, die Krankheiten vorwiegend als körperliches, organzentriertes Geschehen definiert und therapiert, bezieht die Komplementärmedizin nebst regulativen Prozessen auch energetische Phänomene mit ein. Sie umfasst den Menschen als Ganzheit, während ihn die Schulmedizin als Summe von Einzelprozessen versteht.

Selbstheilungskräfte
Der Patient, die Patientin ist für die Komplementärmedizin eine individuelle Einheit von Körper, Seele und Geist. Demzufolge schenkt sie in der Diagnose und Therapie sowohl der Selbstregulation und den Selbstheilkräften als auch lebensbedingten Hintergründen einer Erkrankung grosse Beachtung. Damit im Zusammenhang legt sie viel Wert auf die Gesundheitsförderung. Besonders geeignet ist sie zur Behandlung von regulativen Störungen und chronisch-degenerativen Erkrankungen.



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